Luftfeuchtigkeit zu hoch

Zwar befindet sich in Neubauwohnungen noch viel Baufeuchtigkeit in den Wänden, und auch leckende oder schlecht isolierte Wasserleitungen können den Schimmelanlocken. Meist verursacht aber eine erhöhte Luftfeuchtigkeit den Schimmel an der Wand. Eine dreiköpfige Familie kann täglich bis weit über zehn Liter Wasser an die Raumluft abgeben und das nicht nur durch Atmen oder Schwitzen. Putzen, Duschen, Kochen und Wäsche-trocknen tragen ebenso dazu bei wie die Topfpflanzen oder ein Aquarium in der Wohnung.

Werden mehr als zehn Liter nicht ins Freie abtransportiert, steigt der Wassergehalt der Raumluft. Der Wasserdampf schlägt sich dann an den kühlsten Stellen der Wohnung nieder. Das sind meistens Außenwände, Ecken oder unzugängliche Bereiche hinter Möbeln, wo kaum Luft­austausch stattfindet. Auch in ungeheiz­ten Zimmern kondensiert Wasser aus der warmen Luft der restlichen Wohnung.

Abhilfe schafft nur konsequentes Hei­zen und Lüften. Hier die wichtigsten Regeln im Kampf gegen Feuchtigkeit und Schimmel:

1.) Die Wohnung möglichst gleichmäßig heizen, damit die Temperaturunterschiede zwischen den Zimmern nicht zu groß werden.

2.) Mindestens dreimal täglich richtig Lüften.

3.) Bad- bzw. Küchentür ge­schlossen halten, und die Feuchtig­keit sofort ins Freie leiten.

4.) Möbel nicht an Außenwände stel­len. Falls doch, einen Mindestabstand von fünf bis zehn Zentimetern ein­halten. Das Gleiche gilt für Vorhänge.

So lüften Sie richtig

1.)    Zum lüften die Fenster weit öffnen (Stoßfüftung)

2.)    Am besten mehrere Fenster in gegenüberliegenden Räumen gleichzeitig öffnen, damit Durchzug entsteht (Querlüftung)

3.)    Je nach Außentemperatur die Fenster fünf bis zehn Minuten offen lassen.

4.)    Heizkörper zudrehen

5.)    Lang anhaltendes Lüften mit gekippten Fenster führt zu höheren Energieverlust als Stoßlüften und kann den Raum stärker auskühlen. Das wiederum begünstigt Schimmelbildung.

Bei großräumigen Befall muss der Fachmann ran

Kleine Schimmelflecken kann man selbst beseitigen. Das gelingt zum Bei­spiel mit 80-prozentigem Ethylalkohol oder speziellem Schimmelentferner. Fertige Schimmel Vernichter aus dem Baumarkt enthalten dagegen oft giftige Stoffe, die die Raumluft und die Lunge belasten. Damit die Pilzsporen/Reiniger nicht in die Lunge gelangen, sollte bei dieser Prozedur immer ein Atemschutz getragen werden.

Die Sanierung größerer Flächen gehört jedoch in die Hände eines Fachmanns, da es mit bloßem Abwa­schen nicht getan ist. Bei großflächigem Schimmelbefall sollte immer ein Fachmann zu Rate gezogen werden. In diesem Fall arbeiten wir mit qualifizierten Partnerfirmen zusammen.